Geschichte
Altenmarkt - ein Ort mit Geschichte
Altenmarkt im Pongau ist nachweislich die älteste Siedlung und zugleich Mutterpfarre im Salzburger Ennstal. Mit der Römerzeit tritt unsere Heimat aus dem Halbdunkel der Ur- und Frühgeschichte in das Licht der eigentlichen Geschichte ein.
Ortsgeschichte und Ortsentwicklung
Bereits in der römischen Straßenkarte scheint die Straßenstation Ani auf. Anzunehmen ist, dass die Ortsbezeichnung Ani mit dem Namen der Enns, die Anisus hieß, zusammenhängt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1074 im Schenkungsvertrag des Erzbischofs Gebhard an das Kloster Admont. Die folgenden Jahrhunderte gestalteten sich für Altenmarkt oder Radistat, wie es früher hieß, sehr wechselvoll.
In den Bauernkriegen 1525/26 wurde der Ort mehrmals niedergebrannt. Besonders die Zeit der Emigration hinterließ tiefe Spuren und viele Protestanten mussten 1731/32 aus Glaubensgründen ihre Heimat verlassen, die Höfe verwaisten und konnten erst nach und nach wieder besiedelt werden.
Durch den Bau der Kaiserin-Elisabeth-Bahn um 1875 trat ein wirtschaftlicher Aufschwung ein, der aber durch die Weltkriege bald zunichte gemacht wurde. Erste touristische Erfolge um 1930 fanden kriegsbedingt ein jähes Ende.
Nach 1950 kam der Sommertourismus langsam in Gang. Durch die Ennstalboden-Entwässerung konnte wertvolles Bauland gewonnen werden. Ende der 60iger Jahre setzte ein wahrer Bauboom ein, dem ein gewaltiger Anstieg des Wintertourismus folgte.
Durch weitsichtige Wirtschaftspolitik, wie die Ansiedlung der Schifabrik Atomic Anfang der 70iger Jahre und durch mutige Initiativen heimischer Fremdenverkehrspioniere stieg Altenmarkt innerhalb weniger Jahre zu den TOP TEN der Salzburger Gemeinden auf, und zwar sowohl in seiner wirtschaftlichen als auch touristischen Bedeutung.
Heute ist unsere Gemeinde als Fixstern im Wintertourismus etabliert, u. a. als Austragungsort zahlreicher Schi-Weltcup-Rennen. Die Gästescharen, die in den letzten Jahrzehnten unserer Heimatgemeinde zu Wachstum und Wohlstand verhalfen, wirkten sich nicht nur segensreich auf das örtliche Gefüge aus. Nun gilt es, einen Mittelweg zwischen Fortschritts- und Wachstumsgläubigkeit und der Bewahrung unserer kulturellen Identität und althergebrachter Werte zu finden.
Kirchengeschichte
In der Kirchengeschichte des Ortes spielt das gotische Gotteshaus, das um 1390 erbaut und 1418 der Mutter Gottes geweiht wurde, eine wichtige Rolle. Altenmarkt war der kirchliche Mittelpunkt des Ennstales und im ausgehenden Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Denn nach der Überlieferung erschien seinerzeit am westlichen Ortsausgang in der Astgabel einer Doppeltanne eine Marienstatue mit dem Jesuskind.
Heute erinnert noch eine ungefähre Nachbildung der Heiligen Maria mit dem Kinde am linken Seitenaltar der Pfarrkircha an "Unserer lieben Frau von der Tanne". Die grüne Doppeltanne gehört auch zu den wesentlichen Elementen des heutigen Wappens der Marktgemeinde Altenmarkt-Zauchensee.
